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Christine Pavlic: Radikale Handarbeit

(c) Christine Pavlic

Urban Knitting, den Begriff hört Christine Pavlic in Bezug auf ihr Projekt „Die Bank, das Garn und die Bohrmaschine“ nicht gern. Verständlich, denn eigentlich umstrickt die Österreicherin keine Gegenstände im öffentlichen Raum. Sie durchbohrt sie.

Die Holzbänke, die Christine Pavlic kunstvoll mit Nadel, Garn und Bohrmaschine bestickt, sind ihre Projektionsfläche für feministische Kritik. Rote Herzen oder schlicht ein wolliges „Home sweet Home“, gebohrt in die holzigen Sitzplätze, thematisieren die „heimische Häuslichkeit“ zwischen Kitsch und Penetranz. Ein konservatives Rollenbild, in dessen Zentrum die Frau dazu angehalten ist, sich auf die Haushaltsführung zu beschränken.

Wie drastisch traditionelle Handarbeiten in einen neuen Kontext wirken können, hat die Künstlerin bereits mit dem „Radikalen Nähkränzchen“ gezeigt. Die Stick- und Näharbeiten der Gruppe stellen Klischees der Weiblichkeit sowie die sexuelle Gewalt gegen Frauen zur Diskussion.

 

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